Hitze sorgt für rissige Fahrbahndecken und Tempolimits
Die Sommertemperaturen setzen den Autobahnen zu und führen zu strengen Tempolimits. Hier erfahren Sie, wo genau die Fahrbahndecken Probleme machen.
Es ist kaum zu fassen: Die Hitze, die uns im Sommer in den Wahnsinn treibt, hat nun auch die Autobahnen erreicht. Die Fahrbahndecken reißen auf, als wären sie aus gewöhnlichem Zeltstoff und nicht aus dem robusten Material, das uns seit Jahrzehnten durch die Lande gleiten lässt. Man könnte fast meinen, dass die Bundesregierung beschlossen hat, die Geschwindigkeit unserer Automobile im Namen der Klimawandel-Edukation zu drosseln. Ganz so dramatisch ist es zwar nicht, aber die strengen Tempolimits, die auf mehreren Autobahnabschnitten verhängt wurden, sind dennoch ein deutliches Zeichen der Zeit.
Zunächst sollte man sich die physikalischen Gegebenheiten vor Augen führen. Wenn der Asphalt überstrapaziert wird – und das passiert besonders bei extremen Temperaturen – fängt er an zu schmelzen und sich zu verformen. Diese Veränderungen sind nicht nur unangenehm, sie sind auch gefährlich. Ein Tempolimit von 80 km/h auf Strecken, die sonst durch ständige Geschwindigkeit bestechen, könnte als Lobeshymne an die Langsamkeit interpretiert werden, ist aber in Wahrheit ein Akt des Überlebens. Man stelle sich vor, man fährt mit 150 km/h über ein aufgebrochenes Stück Straße. Das könnte im besten Fall zu einem teuren Autoreparaturdienst führen und im schlimmsten Fall zu einem dramatischen Unglück.
Zudem muss man die wirtschaftlichen Auswirkungen betrachten. Langsame Autofahrten bedeuten längere Reisezeiten für Pendler, was nicht nur die Geduld der Autofahrer auf die Probe stellt, sondern auch die Produktivität der deutschen Wirtschaft gefährdet. Unnötige Verzögerungen sind der Feind jedes gut organisierten Systems. Die Autobahn, die als Schnellstraße konzipiert wurde, verwandelt sich in ein Schleichweg – und die Folgen sind nicht zu unterschätzen. Man fragt sich natürlich, ob es nicht bessere Lösungen gibt, um die Straßen in einem akzeptablen Zustand zu halten, anstatt uns mit Tempolimits zu erziehen.
Ein gewisses Unbehagen bleibt natürlich auch bei den Autofahrern. Manche behaupten, dass solche Maßnahmen übertrieben sind und eher einem „Schutz vor sich selbst“ gleichkommen. Sie argumentieren, dass Autofahrer auch ohne Tempolimits vernünftig unterwegs sein können. Aber wenn man die Realität der gesperrten Straßen und unzähligen Unfälle betrachtet, wird klar: Sicherheit hat ihren Preis, und manchmal bedeutet der Verzicht auf ein paar Stunden Spaß am Steuer, dass man am Ende sicherer ankommt. Die Autobahn, einst ein Ort der Freiheit, wird gewissermaßen zum Schutzhof der Vernunft.