Stellungnahme des STURA zur Bereichsbildung

Folgender Stellungnahme zur Bereichsbildung vom StuRa TU Dresden schließen wir uns an und teilen sie daher mit euch:

Neue Governance an Hochschulen führt zum Abbau von demokratischen Strukturen – Bereichsvollversammlung Geistes- und Sozialwissenschaften

Am 01. Februar hat die Bereichsvollversammlung des im Rahmen der Exzellenzinitiative neu gegründeten Bereichs Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) stattgefunden. Ziel der Bereichsbildung ist die Nutzung von Synergieeffekten in Forschung, Lehre und Verwaltung sowie die Stärkung der Governance der TU Dresden durch Zusammenlegung von Fakultäten.

Im Rahmen der Vollversammlung wurde die Zielvereinbarung des Bereichs mit dem Rektorat debattiert. Elementares Anliegen der Zielvereinbarung ist die Überführung des Bereichs GSW
von einem Bereich Typ 1 zu einem Bereich Typ 2. Durch die Umwandlung des Bereichstyps werden Rechte und Pflichten der Fakultäten in Bereichsstrukturen überführt. „Die Kommunikation mit dem Bereich findet aktuell nur über die Dekane statt. Durch diese indirekte Beteiligung gehen viele Informationen und Gestaltungsmöglichkeiten verloren. Wir fordern eine direkte Einbindung der Studierenden und anderer Statusgruppen in die entscheidungsberechtigten Gremien des Bereichs.“, erklärt Henriette Mehn, Sprecherin des Fachschaftsrats Allgemeinbildende Schulen.

Für den Bereich Typ 2 wird die Beteiligung der Studierenden zwar versprochen, aber an der Ausarbeitung dieser Umstrukturierung wird ausschließlich das Bereichskollegium – bestehend aus den Dekanen des Bereichs – beteiligt. Laut vorgestriger Aussage des Bereichssprechers Prof. Dr. Christian Prunitsch ist die Repräsentation aller Statusgruppen bei der Ausarbeitung des Bereichs Typ 2 durch die Dekane im Bereichskollegium sichergestellt, da diese in den Fakultätsräten von allen Statusgruppen gewählt werden. Die Entscheidungsgewalt liegt letztlich bei den Fakultätsräten. „In der Realität bedeutet dies, dass nach mehrmonatiger Verhandlungsphase der Dekane eine Beschlussvorlage für die Struktur des Bereichs Typ 2 in die
Fakultätsräte gereicht wird. Diese wird durch einen künstlich erzeugten Zeitdruck ohne größere Debatte durchgewunken werden, da die Studierenden nur eine engagierte Minderheit in den Fakultätsräten darstellen. Um diesem Vorgehen vorzugreifen, fordern die Studierenden eine umfassende und sofortige Beteiligung an der Ausarbeitung des Bereichs Typ 2.“, so Matthias Lüth, Referent im Studentenrat der TU Dresden.

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