WANTED: Neues studentisches Mitglied für die FSK Soziologie

Der FSR sucht einen motivierten Studierenden, der Lust hat, sich in die Fachstudienkommission des Instituts für Soziologie entsenden zu lassen!
Der offizielle Aufgabenbereich der Fachstudienkommission liegt in der Organisation und dem Aufbau des Studiums. Sie besteht zur Hälfte aus Studierenden, welche hier an der richtigen Stelle die studentischen
Probleme einbringen können.
Darüber hinaus erfüllen die Studierenden der FSK weitere Aufgaben, wie etwa das Fördern (soziologischen) Austausches unter den Studierenden mit der Organisation regelmäßig stattfindender Stammtische. Derzeit wird in der FSK die Entwicklung eines neuen Diplomstudiengangs Soziologie besprochen.

Wenn euer Interesse geweckt ist, dann kommt zu unseren Sitzungen montags um jeweils 18.30 Uhr (in der Vorlesungszeit, weitere Termine werden bekannt gegeben) im SE2/122 und stellt euch vor oder schreibt einfach eine kurze Mail mit ein paar Zeilen zu euch und eurer Motivation an hallo@fsrphil.de!

Tausche Fachbuch gegen Fachbuch: Dienstag & Mittwoch findet unsere Bücherbörse statt

+++Im Zuge dessen findet an diesen Tagen keine reguläre Sprechstunde im Büro statt,  ihr könnt uns aber gerne auch am Bücherstand mit euren Fragen löchern+++

Liebe Kommiliton*Innen,

am Dienstag (27.6.) und Mittwoch (28.6.2017) findet endlich wieder die legendäre Bücherbörse des FSR Phil statt! Passend zur schnell nahenden Prüfungszeit könnt ihr dann jeweils von 9:00 bis 16:00 Fachbücher, die ihr nicht mehr benötigt, bei uns gegen Bücher, die euch interessieren oder die hilfreich bei kommenden Prüfungsleistungen sein könnten, eintauschen.
Unsere AGB sind kurz und knapp:
1x Fachbuch rein = 1x Fachbuch raus
1x Belletristik rein = 1x Belletristik raus
1x Fachbuch rein = 3x Belletristik raus
nx Belletristik rein = 0x Fachbuch raus

Also schaut bei uns vorbei und bringt eure alten Bücher mit!

Liebe Grüße
Euer FSR Phil

P.S. Wir haben ganz viele tolle neue Fachbücher!

UMFRAGE ZUR BEREICHSBILDUNG

Die Bereichsbildung ist in vollem Gange, die Zielvereinbarungen größtenteils unterschrieben. Jetzt geht es in die heiße Phase, in der es den Bereich zu strukturieren gilt.

Im Rahmen der Bereichsbildung werden die 14 Fakultäten unter dem Dach von fünf Bereichen neu organisiert. Bisher ist für diesen Strukturwandel aber nur der grobe Rahmen festgelegt – die Details müssen jetzt ausgehandelt werden. Wenn ihr euch über die Bereichsbildung informieren wollt, dann kommt entweder zu uns oder dem Stura, oder schaut hier: https://tu-dresden.de/…/organisa…/bereiche-fakultaeten/index

Für die Interessierten unter euch möchten wir euch die Bereichsvollversammlung ans Herz legen, die am kommenden Mittwoch, den 28.06 von 13.00-14.30 Uhr im Victor-Klemperer-Saal (WEB) stattfindet. Im Vorlauf dieser Veranstaltung gibt es derzeit außerdem die Möglichkeit, an einer Umfrage zur Bereichsbildung teilzunehmen. Klickt einfach auf folgenden Link und tut eure Meinung kund: https://ww3.unipark.de/uc/TUD_GSW/zukunft1/?a=3

WANTED: Studierende für Berufungskommission der W3-Professur für Sächsische Landesgeschichte gesucht

Liebe Studis,
am Institut für Geschichte wird eine W3-Professur für Sächsische Landesgeschichte ausgeschrieben, zu deren Besetzung eine Berufungskommission einberufen wird. Hierfür werden zwei studentische Vertreter gesucht, die Lust und Zeit hätten, sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu widmen!
Die Entsendung in die Berufungskommission erfolgt durch uns, eurem FSR!

Eure Aufgabe wäre es, in der Komission, die sich aus Mitgliedern aller Statusgruppen zusammensetzt, die Bewerber zu prüfen, mit den anderen Mitgliedern zu diskutieren und vor allem die studentischen Interessen zu vertreten. Allerdings muss dabei einiges an Zeit eingeplant werden, da man Bewerbungsunterlagen durchlesen wird und unter anderem bei öffentlichen Vorlesungen und Bewerbungsgesprächen anwesend sein muss. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die aber großen Spaß machen kann und einen tiefen Einblick in hochschulpolitische Strukturen gewährt!

Wenn ihr Lust habt, bei einer Berufungskommission mitzuarbeiten und vielleicht sogar schon Erfahrung in Gremien habt, dann kommt nächste Woche Montag, den 19.06. oder . um 18.30 Uhr (SE2/122) zu unserer Sitzung und stellt euch vor! Falls ihr da keine Zeit habt, dann schickt bitte bis Montag, den 19.06., 17.30 Uhr eine Mail, in der ihr kurz eure Motivation und mögliche Qualifikationen erläutert, an hallo@fsrphil.de.

Stellungnahme zur Abschaffung der Studiengänge Musikwissenschaft an der TU Dresden

Der FSR schließt sich ausdrücklich untenstehender Stellungnahme der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften zur Abschaffung der Musikwissenschaft an der TU Dresden an (https://www3.kss-sachsen.de/?p=620). Sowohl wir als FSR als auch Vertreter des Instituts sind der festen Überzeugung, dass eine einmalige Immatrikulation in den Master im kommenden Wintersemester mit den vorhandenen Ressourcen machbar ist. Da einige Studierende fest mit der Option einer Immatrikulation in den Masterstudiengang an der TU Dresden gerechnet haben, würde man diesen mit Durchsetzung dieser Kompromisslösung keine Planungssicherheit entziehen. Wir haben daher kein Verständnis dafür, dass die Studiengänge sofort eingestellt werden sollen.

Stellungnahme der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften zur Abschaffung der Studiengänge Musikwissenschaft an der TU Dresden

June 5, 2017

Am 15. März hat der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der TU Dresden die Einstellung der Studiengänge Bachelor/Master Musikwissenschaft und damit die Weiterleitung an den Senat und das Rektorat der TU Dresden beschlossen. Der vom Fakultätsrat vorliegende Beschluss sieht die Einstellung der Studiengänge bereits zum Wintersemester 2017/2018 vor, es soll also keine weitere Immatrikulation stattfinden. Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) kritisiert die daraus resultierende Bedrohung eines ganzen Fachbereichs sowie das Fehlen von weiterführenden Studienangeboten für die betroffenen Studierenden der TU Dresden.

Der gesamte Prozess wurde von der Fakultät zügig vorangetrieben. Darüber hinaus war auf der Sitzung des Fakultätsrates am 15. März kein*e Vertreter*in der Musikwissenschaft anwesend. Auch in der nur eine Woche späteren Sitzung der Senatskommission Lehre wurden die Betroffenen des Fachbereichs nicht um Stellung gebeten. In diesem Zuge kritisiert die KSS auch die mangelnde Kommunikation der Fakultät insbesondere mit den betroffenen Studierenden.

Gerade in einer so traditionsreichen Musik- und Kulturstadt wie Dresden ist der mögliche Verlust der Musikwissenschaft an einer vielfältigen und breitgefächerten Universität wie der TU Dresden inakzeptabel. Die Vielzahl musikwissenschaftlich relevanter Ressourcen, verbunden mit dem kulturwissenschaftlichen und musikkognitiven Profil der Studiengänge, schaffen ein einzigartiges Lehrangebot, welches es zu erhalten gilt.

Der Bachelor Musikwissenschaft ist mit sechs Semestern Regelstudienzeit konzipiert und würde nach Immatrikulationsstopp noch mindestens zwei Jahre weiterlaufen. Da der konsekutive Masterstudiengang durch die bereits vorhandenen Kapazitäten gedeckt werden kann, ist es unverständlich warum der zweijährige Master nicht mindestens noch ein weiteres Jahr immatrikuliert werden soll – vor allem da die Dozierenden des Fachbereichs Musikwissenschaft für die Weiterführung ihrer Forschung und des Bachelors zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Hochschullehrer*innen kann die Lehre durch kleinere Lehraufträge mit Kosten im niedrigen vierstelligen Bereich garantiert werden. Leider scheint von universitärer Seite kein Interesse daran zu bestehen, die Musikwissenschaft zu erhalten. Auch auf den Internetseiten der TU werden die Studiengänge schon als „auslaufend“ bezeichnet, obwohl eine Einstellung noch nicht endgültig beschlossen wurde. Gute und nachhaltige Lehre sieht anders aus!

Durch die mangelhafte Bekanntmachung und den unüblich schnellen Prozess bleiben den Studierenden des Bachelors Musikwissenschaft – vor allem denen des 6. Fachsemesters – nur knapp vier Monate, um sich nach anderen Angeboten umzusehen. Der vorliegende Beschluss nimmt ihnen die Planungssicherheit ihres weiteren Studienverlaufs, da ein vergleichbarer Masterstudiengang mit ähnlichem Profil in Sachsen nicht existiert. Es kann nicht sein, dass hier Studierende aufgrund der Profilschärfung zum Exzellenzerhalt geopfert werden. Die Studierenden haben mit dem Wissen, dass sie einen konsekutiven Master an der Universität wahrnehmen können, begonnen in Dresden zu studieren.

Daher fordert die KSS die Zusage der universitären Akteur*innen, dass der Bachelor Musikwissenschaft bis zwei Semester über die Regelstudienzeit angeboten wird und die Bereitstellung von Studienplätzen im konsekutiven Masterstudiengang für alle Studierenden des Fachs Musikwissenschaft der TU Dresden. Unsere Mindestforderung ist, dass noch ein Jahrgang im Master immatrikuliert wird, dann würden Bachelor und Master gleichzeitig auslaufen.

WANTED: Studierende*r für Methoden-Berufungskommission

Am Institut für Soziologie wird die Professur für „Methoden der empirischen Sozialforschung“ neu besetzt. Dafür wird eine Berufungskommission einberufen, zu der wir als FSRphil Studierende entsenden dürfen. Dazu sitzt man mit Dozierenden an einem Tisch, diskutiert mit ihnen und vertritt studentische Interessen. Allerdings muss man einiges an Zeit einplanen, da man Bewerbungsunterlagen durchlesen wird und unter anderem bei öffentlichen Vorlesungen und Bewerbungsgesprächen anwesend sein muss. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe mit viel Arbeit.

Unser bisheriger Entsandter für diese Berufungskommission kann nun leider nicht daran teilnehmen. Damit die Kommission arbeitsfähig ist, müssen wir schnellstmöglich eine Nachbesetzung finden.

Wenn ihr Lust habt bei einer Berufungskommission mitzuarbeiten und vielleicht sogar schon Erfahrung in Gremien habt, dann kommt nächste Woche Montag, den 12.06., 18.30 Uhr oder am 19.06 zu unserer Sitzung und stellt euch vor! Falls ihr da keine Zeit habt, dann schickt bitte bis Montag, den 12.06. oder den 19.06., 17.30 Uhr eine Mail, in der ihr kurz eure Motivation und mögliche Qualifikationen erläutert, an hallo@fsrphil.de.

WANTED: Studis für Berufungskommission – Katholische Theologie

Am Institut für katholische Theologie wird die Professur für „Systematische Theologie“ neu besetzt. Dafür wird eine Berufungskommission einberufen, zu der wir als FSRphil ZWEI Studierende entsenden dürfen. Dazu sitzt man mit Dozierenden an einem Tisch, diskutiert mit ihnen und vertritt studentische Interessen.  Allerdings muss man einiges an Zeit einplanen, da man Bewerbungsunterlagen durchlesen wird und unter anderem bei öffentlichen Vorlesungen und Bewerbungsgesprächen anwesend sein muss. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe mit viel Arbeit.

Wenn ihr Lust habt, bei einer Berufungskommission mitzuarbeiten und vielleicht sogar schon Erfahrung in Gremien habt, dann kommt nächste Woche Montag, den 22.05., 18.30 Uhr zu unserer Sitzung und stellt euch vor! Falls ihr da keine Zeit habt, dann schickt bitte bis Montag, den 22.05.,  17.30 Uhr eine Mail, in der ihr kurz eure Motivation und mögliche Qualifikationen erläutert, an hallo@fsrphil.de.

Stellungnahme zum Brandanschlag auf das private Kfz von Prof. Patzelt

Auch wir als FSR verurteilen den Brandanschlag auf das Auto von Prof. Patzelt vom 28. März ebenso wie jegliche andere Form politischer Gewalt. Die Wissenschaftsfreiheit ist ein sehr hohes Gut, das es zu bewahren gilt. Eine sachliche und kritische Auseinandersetzung ist dafür unabdingbar!

Wir schließen uns deshalb dem Offenen Brief des wissenschaftlichen Nachwuchses am Institut für Politikwissenschaft an:

Offener Brief von Angehörigen des wissenschaftlichen Nachwuchses am Institut für Politikwissenschaft

Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Politikwissenschaft an der TU Dresden schätzen wir unseren Arbeitsort als einen Raum, in dem Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und auch politischer Einstellungen zusammenkommen. Unserer Ansicht nach müssen und sollen gerade in der Wissenschaft auch schwierige und kontroverse Debatten geführt werden. Wie anders als im offenen Wettstreit kluger Köpfe ließe sich die Suche nach gesellschaftlichem und wissenschaftlichem Fortschritt gestalten?

Mögen wir auch zu vielen Themen verschiedene Ansichten haben – was uns eint, liegt auf der Hand: ein Konsens darüber, dass solche Kontroversen mit zivilisierten Mitteln auszutragen sind. Daher lehnen wir jegliche Form von Gewalt gegen Andersdenkende ab.

Der nächtliche Brandanschlag auf das Auto von Prof. Dr. Werner J. Patzelt vor dessen Privatwohnung erschreckt und empört uns zutiefst.

Wir sind…

  • erschrocken darüber, dass Prof. Patzelt und seine Familie diesen feigen Angriff auf den privaten Lebensraum hinnehmen müssen.
  • empört über diesen Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit. Wer glaubt, missliebige Ideen und Argumente seien durch Gewalt zu bekämpfen, hat aus der Geschichte nichts gelernt.
  • in Sorge über die möglichen Konsequenzen aus alldem. Wir sind bestürzt über die Unfähigkeit, Auseinandersetzungen über unterschiedliche Wahrnehmungen und Deutungen mit angemessenen Mitteln auszutragen. Wie gering muss der Glauben einiger Weniger in die Kraft ihrer Argumente ausfallen, um zu solchen Mitteln zu greifen? Wer so handelt, riskiert leichtfertig den für freie Gesellschaften zentralen Konsens über den gewaltfreien Streit in einer pluralistischen Demokratie. Auch jeder Kommentar, der unterstellt, eine solche Tat sei verdient oder gar provoziert worden, trägt zur Erosion der Prinzipien einer freiheitlichen Ordnung bei.

Als Angehörige des wissenschaftlichen Nachwuchses fragen wir uns, in welche Zukunft wir und alle anderen Angehörigen einer Universität gehen, wenn unliebsame Standpunkte solche Angriffe auf den privaten Bereich unserer Familien zur Folge haben können.

Die Unterzeichnenden treten für Wissenschaftsfreiheit und Pluralismus ein. Wir möchten Prof. Patzelt darin bestärken, sich auch weiterhin an öffentlichen Diskussionen zu beteiligen.
Unterzeichnende (alphabetisch nach Nachnamen geordnet):

Benjamin Behschnitt, WMA an der Professur für Rechts- und Verfassungstheorie
Cathleen Bochmann, WMA an der Professur für Politische Systeme
Erik Fritzsche, WMA an der Professur für Internationale Politik
Brigitte Fuhrmann, Doktorandin an der Professur für Didaktik der Politischen Bildung
Anna-Sophie Heinze, WHK an der Professur für Politische Systeme
Maik Herold, WMA an der Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte
Martin Köhler, WMA an der Professur für Didaktik der Politischen Bildung
Sebastian Lange, WMA am Zentrum für Internationale Studien
Dr. Christoph Meißelbach, WMA an der Professur für Politische Systeme
Rosa Meyer, WHK an der Professur für Internationale Politik
Laura Rind-Menzel, WMA an der Professur für Didaktik der Politischen Bildung
Dr. Steven Schäller, WMA an der Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte
Sebastian Trept, WMA an der Professur für Politische Systeme
Anselm Vogler, WHK an der Professur für Internationale Politik
Janina Wackernagel, WMA an der Professur für Politische Systeme
Dr. Christian Wöhst, WMA an der Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte

Abkürzungen:
WMA: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
WHK: Wissenschaftliche Hilfskraft

 

Frust und Lust

Dies ist ein Artikel von campusrauschen vom 02.02 2017.

Beim Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät der TU Dresden blickt man mit Unbehagen auf die studentische Beteiligung. Doch diesen Pessimismus teilt man nicht überall.

Kein freier Platz, nirgends. Der Raum ist berstend voll. Der Geräuschpegel so hoch, dass man schreien müsste. Die Zahl der Mate-Flaschen übersteigt die der Wasserflaschen um Längen. Klingt nach Wohnzimmerparty — und ist etwas komplett anderes. Hier, im Raum 122 des Seminargebäudes 1 der TU Dresden, wird der Ernst des studentischen Lebens verhandelt: Es ist die Sitzung des Fachschaftsrates der Philosophischen Fakultät, kurz und bündig FSR Phil.

Stolze 23 Fachschafsräte gibt es an der TU Dresden — sie alle eint ihr Ziel: die Interessen der Studenten vertreten. So entsenden sie beispielsweise Studenten in höhere Gremien wie die Fachstudienkommissionen, die unter anderem Vorschläge für die Studien- und Prüfungsordnungen machen. Oder in Institutsräte, wo alle für das Institut wichtigen Entscheidungen getroffen werden, zum Beispiel zur Änderung von Lehrveranstaltungen. Doch FSRs wollen den Studenten auch ganz einfach das Leben leichter machen — Stichwort Erstiwoche.

Allein: Die Sache hat einen Haken. Den Studenten liegt nicht allzu viel an ihrer Interessenvertretung. Als die Fachschaftsräte im November gewählt wurden, lag die Wahlbeteiligung für die Philosophische Fakultät unter dem Durchschnitt aller Fachschaftsräte von immerhin 23,61 Prozent: Nur 13,1 Prozent der Studentenschaft gingen zur Urne. Macht Platz 22 von 23. Und das, obwohl es zur Belohnung Kekse gab. Studenten zum Wählen zu bewegen ist schwer. Studenten dazu zu bewegen, sich wählen zu lassen, ist schwieriger: 20 Bewerber für 20 Plätze. Glück gehabt. „Wir hatten auch schon weniger Bewerber als Plätze“, sagt Thea Stapelfeld, die im fünften Bachelorsemester Politikwissenschaft studiert und jetzt, in ihrer zweiten Legislatur im FSR Phil, dessen Sprecherin ist.

Dabei mangelt es gerade an der Philosophischen Fakultät nicht an Problemen. Die Studenten werden „systematisch benachteiligt“, meint Thea Stapelfeld. Sie spricht von der Bereichsbildung, also der Zusammenlegung von Fakultäten, die zum Abbau ganzer Institute zu führen drohe. Viel zu intransparent sei die, viel zu schlecht kommuniziert: „Da wird kaum über Vor- und Nachteile diskutiert.“
Paolo Le Van, assoziiertes — also nicht gewähltes — FSR-Mitglied und Philosophiestudent im fünften Mastersemester, fällt ihr fast ins Wort: Auch bei der Exzellenzinitiative sei die Philosophische Fakultät „überhaupt nicht berücksichtigt“ worden. Man merkt: Da ist Verdruss, da ist Wut.

Doch offenbar teilen die Studentenvertreter diese Gefühle nicht mit der Studentenschaft. Für die meisten sei Hochschulpolitik erst dann interessant, wenn sie direkt selber betroffen sind, meint Paolo Le Van. So wie bei dem drohenden Wegfall der Überlaststellen Ende 2016 — doch auch dann laute ihre Frage nicht: „Was kann man gegen Stellenkürzungen tun?“ Sondern: „Wie kriege ich meine Prüfungsleistungen noch zu Ende?“ Statt dem Gesamtproblem zähle nur das eigene Studium.

Dem würde Robert Schlick wohl widersprechen. Er ist Mitglied des FSR Hydrowissenschaften und studiert im dritten Mastersemester, genau, Hydrowissenschaften. Er glaubt nicht, dass es am Desinteresse hapert — sondern am Unwissen. Aber genau dagegen sei der FSR doch das beste Mittel. „Die Studierenden kommen bei uns mit hochschulpolitischen Themen in Kontakt. Und ihre Resonanz ist wirklich positiv.“ Das gilt nicht nur für die Veranstaltungen des FSR Hydro: Die Wahlbeteiligung lag mit 36,91 Prozent weit höher als die beim FSR Phil.

Auch dort sieht man in den Studenten keine desinteressierten Egoisten. Gerade der kurze Bachelor mache die Arbeit im FSR nicht attraktiver. Im ersten Jahr hat man andere Probleme, im zweiten will man vielleicht ins Ausland, im dritten das Studium zu Ende bringen. „Man hat überhaupt keine Möglichkeit mehr, sich länger zu engagieren“, findet Paolo Le Van, der allerdings selbst schon drei Jahre im FSR aktiv ist. Bologna ist nicht an allem schuld.

Was also tun gegen die Misere der studentischen Beteiligung? Wer das fragt, blickt in ratlose Gesichter. Ihnen selbst ist natürlich klar, warum sie im FSR sind: Weil sie nicht stillsitzen wollen. Sie wolle nicht nur zuschauen, wie die Philosophische Fakultät sich immer wieder behaupten müsse, sagt Thea Stapelfeld. Sondern die Stellschrauben finden, „um zumindest die richtigen Fragen zu stellen.“ Simon Hebebrand, der im ersten Semester Politikwissenschaft studiert, macht es kurz: „Ich wollte mich unbedingt politisch engagieren.“

Als wären es zwei Sphären: Studentenvertreter hier, normale Studenten dort. Hinzu kommen gerade beim FSR Phil strukturelle Hindernisse, vor allem die Breite der Fachschaft: Neun Institute vertreten die 20 gewählten Mitglieder, von der Politik- bis zur Musikwissenschaft. Viele FSRs hingegen vertreten nur eine Fachrichtung — so wie der FSR Hydrowissenschaften: Hydrowissenschaften ist Hydrowissenschaften bleibt Hydrowissenschaften. Keine Missverständnisse mit Lehramtsstudenten, die gar nicht wissen, zu welcher Fachschaft sie eigentlich gehören; Raumunion von FSR und Studenten im Chemiegebäude statt Pendelei zwischen Hörsaalzentrum und Falkenbrunnen. Durch die breite Aufstellung hat der FSR Phil aber nicht nur Koordinationsprobleme. Er muss auch in mehr Institutsräten und Berufungskommissionen Posten besetzen —  jedoch: „Es gibt einfach zu wenig Bewerber für zu viele Posten“, meint Paolo Le Van. In der Folge sitzen die FSR-Mitglieder in mehreren Gremien, müssen auf allen Festen gleichzeitig tanzen. Und ganz nebenbei, ergänzt Thea Stapelfeld, studieren sie ja auch noch. Zum Vorbereiten der Sitzungen fehle dann oft die Zeit. „Aber erst, wenn man mehr Ahnung hat, kann man die richtigen Fragen stellen.“

Insgesamt sei die Arbeit „zermürbend“, meint Thea Stapelfeld. Und doch ist die Stimmung während der Sitzung locker, es wird viel gelacht und auch mal zehn Minuten über das neue Sofa im FSR-Büro diskutiert — um dann nahtlos zum Bericht des letzten Fakultätsrates überzugehen. „Wir gehen viele Sachen an“, findet Thea Stapelfeld. „Der FSR Phil ist ein guter FSR.“ Sie ist sich mit den anderen einig: Kein Engagement ist auch keine Lösung.

Text: Luise Martha Anter

Foto: Amac Garbe